LARS® Lautanalytisches Rechtschreibsystem Dr. Ilona LöfflerLARS ist eine Trainingsmethode von Dr. Ilona Löffler, die im gutschrift|Institut zum Einsatz kommt und mit der die Schriftkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen systematisch und gezielt aufgebaut wird. LARS ist eines der erprobtesten Konzepte zur systematischen Entwicklung der Rechtschreibkompetenz.
LARS steht für Laut-Analytisches Rechtschreib-System. Es wurde nach einer i ntensiven Erprobungsphase in Bochum seit Anfang 1982 praktisch eingesetzt und seitdem ständig weiterentwickelt. In mehreren Veröffentlichungen hat LARS seine wissenschaftliche Begutachtung gefunden. Es handelt sich bei LARS um eine der in der therapeutischen Behandlung erprobtesten Methoden des systematischen Schriftsprachaufbaus bei leichten bis schwersten Fällen von Lernschwierigkeiten, die beim Erwerb schriftsprachlicher Fertigkeiten auftreten können. LARS wird inzwischen in einer Vielzahl von Spezialeinrichtungen in Deutschland praktiziert. Der Erfolg der LARS-Methode wurde in einer Langzeituntersuchung wissenschaftlich überprüft und bestätigt.
LARS - wenn man sich die Wortbilder nicht merken kann Anstelle der üblichen wortbildorientierten Vermittlungsstrategien wird mit LARS die Befähigung zur korrekten Verschriftung durch die Methode der systematischen Lautanalyse gefördert, um die mangelnde Merkfähigkeit für Wortbilder auszugleichen. Denn in den meisten Fällen muss ein Wortbildspeicher, i.e.S. ein Wortstrukturspeicher, erst entwickelt werden. Da der Wortbildspeicher phonematisch fundiert ist, befähigen wir mit der LARS-Metode in einem ersten Schritt dazu, ein Sprechgefüge auf seine schriftrelevanten distinktiven Lautmerkmale überprüfen zu können. Hierbei nimmt die LARS auf, dass die Wörter als Lautfolgen im Blickpunkt der Alphabetschrift stehen, welche auf Seiten des Lernsubjekts als auditive Vorgänge des Hörens perzipiert und als sprechmotorische Bildung von Sprechlauten produziert werden. Das Training der Lautanalyse umfasst nach unserem Verständnis auch die Analyse des Akzentvokals, seiner Stellung im Wort und seiner Lautdauer. Diese Analyseleistungen sind u.a. für die Setzung von Dehnungs- und Schärfungszeichen - neben regelstrukturierenden Operationen - grundlegend.
LARS - systematisch - Indem wir kontinuierlich die Schreibversuche unserer Klienten analysieren und präzise herausfinden, woran sie hierbei scheitern, ist es uns möglich, den Schriftsprachaufbau nach der LARS-Methode konkret an den erreichten Entwicklungsstand anzupassen.
- Wir gliedern hierfür den Lernprozess in jedem Einzelfall in solche Teilschritte auf, die erfolgreich bewältigt werden können. Erst dieses Prinzip der Adaption, das in der LARS-Methodik umgesetzt ist, ermöglicht, dass Lernprozesse in jeder Sitzung bei uns stattfinden.
- Die erfolgreiche Aneignung der angegebener Ziele mit LARS bildet die Grundlage für stabile positive Lernerfahrungen.
- Die Förderung erfolgt als einzel- oder zweiertherapeutische Maßnahmen, also nicht in Gruppen, um bei dem jeweiligen individuellen Fehlerprofil zielgenau ansetzen zu können.
- Durch die erlebten Erfolge bei seinen Lernanstrengungen gelingt es, einen Motivationsaufbau in Gang zu setzen.
- Auch die zweite Komponente der LARS-Förderung, eine enge, das Kind emotional stützende Beziehung herzustellen, ist nicht in einer Gruppenförderung möglich.
- Die Förderung wird von Beginn bis Ende durch in der LARS-Methode ausgebildete Therapeuten und Therapeutinnen durchgeführt.
- Wir entwickeln mit LARS eine bewusste Einstellung zum Lernen und eine Motivation, eine gute Schriftkompetenz erwerben zu wollen.
Förderung lernrelevanter Faktoren nach der LARS-Methode Neben der systematischen Förderung der Schriftkompetenz sind in der LARS-Therapie weitere kognitive und nicht-kognitive Faktoren gleichrangig einbezogen: - Aufbau von Fehlersensibilität und Lernstrategien
Das Erlernen der Rechtschreibung ist ein Problemlöseprozess. In ihren Rechtschreibfehlern offenbaren Kinder ihre individuellen Konstruktionen der geschriebenen Sprache. In der LARS-Förderung werden Kinder angeleitet, sich untersuchend und experimentierend zu Rechtschreibfehlern zu stellen (»Fehlersensibilität«), um darüber Einsichten in die Strukturmerkmale des Systems Schriftsprache und daraus abgeleitet in bereichsspezifische Lernstrategien zu gewinnen. - Aufbau von Leistungsmotivation
Die Erfahrungswelt lese-rechtschreibschwacher Kinder und damit ihre Leistungsmotivation und ihr Selbsterleben sind durch erfolglose Hilfen in Gestalt schulischer Fördermaßnahmen und jahrelangen Übens zu Hause in der Regel negativ geprägt. Misserfolge wie auch ihre sozialen Folgen (Ausgelacht werden, Bloßstellungen, Vorwürfe) führen zu kindlichen Vermeidungsreaktionen. Dass für diese Kinder das Lesen- und Schreibenlernen eine Belastungssituation darstellt, die zu einem Abfall der Leistungsmotivation führt, ist plausibel. Eltern berichten oft von konfliktbelastetem häuslichen Üben bis hin zu Verweigerungshaltungen ihrer Kinder bei der Erledigung der Deutschaufgaben. Der Aufbau von Leistungsmotivation ist deshalb ein wichtiger Faktor in der LARS-Therapie. Leistungsmotivation und Lernfreude sind für den erfolgreichen Erwerb des Lesens und Schreibens unverzichtbar.
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