Wachsen sich Leseschwächen aus?Leseschwächen wachsen sich nicht aus. Vielmehr zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass sich Leseschwächen von Klassenstufe zu Klassenstufe fortsetzen.
Ergebnisse aus IGLU zur Leseschwäche - Die Ergebnisse der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) haben aufgedeckt, dass es am Ende der 4-jährigen Grundschulzeit 10,3 Prozent Kinder mit signifikant unzureichenden Lesefertigkeiten gibt ("Risikogruppe"). Sie können nur einzelne Wörter lesen oder sie in Texten wiederfinden. Diese Lesekompetenz bedeutet für den einzelnen eine gravierende Be einträchtigung für sein schulisches und später berufliches Fortkommen.
- Darüber hinaus gibt es aber noch eine Gruppe von Kindern, die knapp 30 Prozent umfasst, die über das Erkennen von Informationen auf der Textoberfläche nicht hinauskommen.
 | Damit gelingt es etwa 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler am Ende der 4. Klasse nicht, sich über das Auffinden von Oberflächen-Informationen hinaus mit Texten zu befassen. Auch dieser Wert ist im internationalen Vergleich nicht beunruhigend, aber in Schweden /27%) und die Niederlande (30%) zeigen, dass dieser Anteil auch deutlich geringer sein könnte. |
Sonstige Untersuchungen zeigen, dass der Rückstand in der Leselernentwick-lung aus der 1. und 2. Klasse - mit 9-10 Jahren mehr als 2,5 Jahren betrug
- mit 14 und 15 Jahren sich auf fünf Jahre vergrößert.
- Der überwiegende Teil der Kinder, die am Ende der 1. Klasse bzw. zu Beginn der 2. Klasse Leseschwierigkeiten zeigen, gehört auch am Ende der 4. Klasse Grundschule und gegen Ende der Pflichtschulzeit noch zu den schwächsten Lesern.
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