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Welche Hilfe ist die richtige?

 Viele Eltern sind darauf angewiesen, Hilfe in außerschulischen Institutionen zu suchen. Leider sind nicht alle außerschulischen Experten für diese Aufgabe qualifiziert. Sie besitzen nicht in jedem Fall umfassende Kenntnisse über den Schriftspracherwerb und die vielschichtigen Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen.

 


Frau Prof. Dr. Renate Valtin, Humboldt-Universität zu Berlin schreibt:

Eltern suchen außerschulische Hilfe

Eltern stehen zum Teil hilflos der Vielfalt des "Legasthenie-Marktes" gegenüber, wobei häufig unwirksame Therapiemaßnahmen angeboten werden. Leider haben bei einigen Einrichtungen und Lerntherapeuten finanzielle Interessen Vorrang vor einer wissenschaftlichen Überprüfung der Wirksamkeit ihrer Therapieangebote. Dies führt dazu, dass viele Legastheniker jahrelang Therapien in Form fragwürdigen Trainings erhalten (Funktionstrainings an nicht sprachlichem Material, Wahrnehmungstrainings, Kinesiologie, Brain Boy, NLP oder lernmethodisch und didaktisch unsinnige Rechtschreibübungen), ohne dass sich ihre Leistungen stabil, d.h. auf Dauer, verbessern.

LRS 1-10Grundlage jeder effizienten Förderung muss eine linguistische Analyse der Fehler beim Schriftspracherwerb sein, die spezifisch auf die Bedürfnisse, den Entwicklungsstand und die Schwierigkeiten des Kindes abgestimmt ist. Auf dieser Grundlage arbeitet man im gutschrift | |nstituts zum Aufbau von Lese- und Schreibkompetenz in Bochum und Dortmund unter der Leitung von Dr. Ilona Löffler und Dr. Ursula Meyer-Schepers.
Gemeinsam mit Ingrid Naegele haben sie auch Kriterien zur Qualitätssicherung in der kombinierten Lern- und Psychotherapie entwickelt (LRS - Legasthenie - in den Klassen 1-10. Handbuch der Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, hrsg. von Naegele/Valtin, Bd.2, 2. Auflage, Weinheim 2000).

Frau Prof. Dr. Renate Valtin, Humboldt-Universität zu Berlin
Professorin für Grundschulpädagogik
Mitglied im deutschen IGLU-Konsortium
Mitglied in der "Reading Hall of Fame"
Vorsitzende der Europäischen Task Force PISA


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"Uli hat sich in dem Jahr seit er die Schule besucht, stark verändert: Er spielt den Klassenclown, läuft während des Unterrichts umher und stört den Unterricht. Seine Mitschüler lachen ihn aus, weil er nicht gut lesen kann.Ich kenne meinen Sohn so nicht. Zu Hause ist er ganz anders."

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